Die Phase des Hochleistungstrainings kann im Segelsport viele Jahre bis hin zu über einem Jahrzehnt andauern. Eine lange Zeitspanne, die oftmals notwendig ist, um im komplexen Segelsport in der eigenen Disziplin die Weltspitze zu dominieren bzw. das Ziel olympischer Medaillen zu erreichen. Athletinnen und Athleten benötigen einerseits ein hohes Maß an Beharrlichkeit, motivationaler Ausdauer und nachhaltiger Zielbindung; andererseits hilft es, wenn Athletinnen und Athleten sich ein leistungssportliches Umfeld aufbauen, in dem sie ihren Sport über viele Jahre ausüben können und möchten.
Die mittlerweile erwachsenen Athletinnen und Athleten richten ihr Leben nach ihrem Leistungssport aus. Sie erarbeiten sich eine möglichst optimale Trainingsroutine aus Wassertraining, Athletik, Physiotherapie, Materialarbeit, Sportpsychologie, Theorie und Projektplanung. Zeitgleich wächst der Kreis beteiligter Personen am leistungssportlichen Projekt der Athletinnen und Athleten - es entsteht ein Netzwerk u.A. aus Verband, Trainerinnen und Trainern, Olympiastützpunkt, Vereinen, Sponsoren und weiteren unterstützenden Institutionen, mit dem regelmäßig kommuniziert und gemeinsam geplant werden muss. Es zeigt sich, dass Hochleistungstraining im Segelsport nicht nur die Ausübung des Sports sondern zeitgleich die zielgerichtete Organisation eines aufwändigen Projektes beinhaltet. Athletinnen und Athleten entwickeln mit der Zeit immer bessere Projektmanagement-Skills und üben in vielen Fällen den Sport als ihren Beruf aus.
Neben der ganzheitlichen sportpsychologischen Prozessbegleitung kann gezieltes mentales Training die sportliche Entwicklung unterstützen, beispielsweise Visualisierung zur Verfeinerung von Techniken oder Manövern.